Shelby – ein Hundekind lernt und lernt und lernt… (Folge 3)

Shelby – ein Hundekind lernt und lernt und lernt…

Wanderung im Naturpark Lange Lacke, Apetlon, Burgenland (1.2.2020)

Inzwischen versteht Shelby schon, was es bedeutet, wenn wir unsere Rucksäcke packen. Sie erkennt den Unterschied, ob ich „normale“ Jeans und Schuhe anziehe, oder ob Wanderhosen und Wanderschuhe aus dem Kasten genommen werden. Beim Füllen von Wasserflaschen, Leckerli-Beutel, Picknickkorb usw rennt sie abwechselnd zwischen der Küche und dem Haustor hin und her oder sie legt sich mitten in den Weg, damit sie nichts verpasst.
So war das auch am 1. Februar. Bei frühlingshaften Temperaturen wollten wir den Sonnenschein genießen. Wo geht das besser, als im Flachland, wo weit und breit kein Wald ist? Also fuhren wir ins Burgenland zum Naturpark Lange Lacke.

Der kleine Parkplatz an der Bundesstraße lag eher verlassen da. Das Naturparkstüberl ist noch nicht geöffnet.
Wir kontrollierten nochmals unsere Rucksäcke und nachdem alles gut verstaut war, wanderten wir los.
Der Rundweg beginnt gleich auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße und ist ca. 8,5 Km lang. Laut Wanderführer sollte man diese Strecke in 2,5 Stunden zurücklegen.
Für uns sind diese Zeit- und Wegangaben eher nebensächlich.

Jeder Hochstand wurde von uns erklommen. Auch Shelby wurde, wenn sie die Stufen aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht selbst gehen konnte, in die luftige Höhe getragen.
Die Sonne konnten wir hier im Burgenland wirklich genießen. Schatten gibt es hier kaum – was den Weg im Sommer sicher sehr heiß werden lässt.

Faszinierend weit und flach ist dieses Gebiet, am Horizont leuchtet der Schneeberg in voller Pracht. Wir genossen einfach nur das Hier und Jetzt. Shelby genoss wohl eher die vielen Düfte, die aus den Erdlöchern zu ihrer Nase drangen. Die Zeit vergaßen wir beim Schauen und Fotografieren ganz. Hier und da machten wir eine kleine Pause, tranken Wasser oder tratschten mit anderen Hundebesitzern.

Nach ziemlich genau drei gemütlichen Stunden erreichten wir wieder den Parkplatz.
Unser Auto stand noch in der Sonne. In der Kühlbox im Kofferraum wartete unsere Jause. Wir versorgten Shelby mit ihrer Mahlzeit und gönnten uns dann selbst einen großen Salatteller.

Im Freien zu essen, ist für uns immer wieder ein ganz besonderer Moment.
Langsam wurden die Sonnenstrahlen länger und es kühlte merklich ab. Es war Zeit nach Hause zu fahren…

Wanderung zur Ruine Rauhenstein (2.2.2020)

Heute sollte es nicht ganz so lange dauern. Wir holten unsere zehnjährige Enkeltochter ab und fuhren weiter nach Baden.
Hinter dem Hotel Sacher befindet sich ein öffentlicher Parkplatz. Von hier kann man auch das „Wegerl im Helental“ entlanggehen.
Wir wollten aber zur Ruine Rauhenstein , überquerten dafür die Helenenstraße und gingen nach links bis zur Bus-Station „Jammer-Pepi“, wo ein Weg in den Wald führt, der sich bald teilt und wo wir nach rechts abbogen. Stetig bergauf und über Wurzelwege folgten wir den Markierungen zur Ruine Rauhenstein und weiter in Richtung Kurpark. Einen besonders schönen Ausblick hat man von der kleinen, freien Stelle mit dem Kreuz. Hier machen wir immer ein Erinnerungsfoto.
Gleich danach gibt es doch tatsächlich einen kurzen, fast alpinen Abstieg mit Seilsicherung. Für unsere Enkelkinder ist das immer wieder ein kleines Erlebnis. Aber auch Shelby schien scheinbar belustigt über die Felsen zu hüpfen.

Nach ca. 50 Minuten erreichten wir die Abzweigung, die links weiter zum Kurpark führt. Hier gingen wir aber, dem Wegweiser „Kornhäuslgasse“ folgend, gerade aus weiter, den breiten Weg immer entlang, bis wir durch einen Steinbogen auf die Straße kamen. Nach rechts abbiegend und nochmals rechts haltend erreichten wir das Aquädukt in der Karlsgasse und die Helenenstraße. Die alten Villen am Straßenrand könnten wohl so manche Familiengeschichte erzählen… Schade, dass manche abgerissen und durch neue moderne Gebäude ersetzt werden. Kurz vor dem Parkplatz beim Hotel Sacher blickten wir nochmals zur Ruine hinauf. Es war eine wunderschöne kleine Wanderung, die knapp 1,5 Stunden dauerte.

Am Kalenderberg in Maria Enzersdorf (6.2.2020)

Mit meiner Freundin und ihren beiden Pudelmädels spazierten Shelby und ich heute wieder über den Kalenderberg in Maria Enzersdorf. Die alten Schwarzföhren erinnern an schöne Gemälde aus Biedermeier-Zeiten…
Aber unsere fröhlichen Hunde holten uns jederzeit in die Realität zurück! Die vielen markierten Wege lassen unzählige Wanderrouten zu. Egal, ob man nur kurz eine kleine Runde gehen möchte, oder eine große Wanderung vorzieht. Hier findet sich für jeden der richtige Weg.
Wir hielten uns vom Parkplatz aus nach rechts und gingen ein paar Minuten den breiten Fahrweg in Richtung Gasthaus Kobenzl, bogen dann rechts in den Wald und spazierten bergauf zum Pfefferbüchsel. Von hier ging es weiter den markierten Weg entlang in Richtung „Schwarzer Turm“ und im Bogen wieder zurück zum Parkplatz bei der Burg Liechtenstein.

Ziemlich genau 1,5 Stunden waren wir unterwegs. Gerade richtig für mein fröhliches Hundekind.

Shelby mag Regen nicht!

Grundsätzlich ist unser Hundemädchen ein echtes Naturkind, aber inzwischen wissen wir ganz sicher: Regen mag Shelby gar nicht! Da bleibt sie im Garten unter dem Vordach sitzen und beobachtet nur aus sicherer Entfernung, ob sich irgendwo irgendwas bewegt.

Wanderung auf den Hundsheimerkogel (8.2.2020)

Der sonnige, wenn auch kalte, Tag war perfekt für eine kleine Wanderung. Shelby weiß ja nun längst, was so manche Vorbereitungen zu bedeuten haben und nimmt es freudig gelassen zur Kenntnis, wenn wir die Rucksäcke und die Kühlbox packen.

Der Hexenberg in Hundsheim war unser Ziel. Wir parkten beim Fußballplatz und entschieden uns für den sanften Anstieg über die Wiese. Dafür gingen wir erst eben, den Wegweisern folgend, bis an den Rand einer Wiese und bogen da, dem breiten Weg folgend, rechts ab. Von nun an ging es bergauf – erst noch zwischen Bäumen und Sträuchern und ab der Hälfte des Weges über den Heideboden. Immer wieder schauten wir zurück ins Tal und auf die Donau. Shelby war wieder einmal im Schnupper-Himmel. So viele Düfte gab es da zu erkennen und ab und zu mussten auch andere Wanderer begrüßt werden.
Nach ca 45 Minuten erreichten wir den Gipfel.
Shelby posierte wie früher Piccolina und Timo… ein bisschen packte mich da schon die Trauer wieder. Auf unserer letzten Wanderung hierher war Timo noch dabei… Aber unser kleines Hundemädchen lässt uns nicht viel Zeit zum Nachdenken, viel zu neugierig und lustig ist sie unterwegs und bringt uns immer wieder zum Lachen. Viele der anderen Wanderer, die auf den Rastbänken saßen, schauten Shelby wohlwollend zu und Shelby ihrerseits hätte am liebsten alle mit Pfotendruck begrüßt. Das allerdings wussten wir zu verhindern 😉
Wir breiteten ein Stück abseits der anderen Leute unsere kleine Decke aus und machten eine kleine Pause. Der Wassernapf wurde gefüllt und ein paar Leckerlis wanderten in Shelbys Bauch. Sie soll ja auch lernen, dass man zwischendurch mal wo sitzt und nur schaut oder ausruht.

Zurück zum Parkplatz gingen wir wieder, wie wir gekommen waren, weil wir vermuteten, dass der steile Weg durch den Wald auf der anderen Seite der Heide zu gatschig und rutschig sein würde. Nun hatten wir immer die Donau vor Augen und ab und zu ein Schiff – immer wieder fasziniert mich dieser Anblick. Ein paar nette Hundebegegnungen, ein paar gewechselte Worte… und schon waren wir 35 Minuten später wieder bei unserem Auto am Ausgangspunkt.

Wien – Shelbys erster Stadtbummel (9.2.2020)

Da wir auf unseren Reisen doch auch immer wieder einmal die eine oder andere Stadt besichtigen wollen, sollte Shelby auch darauf vorbereitet sein. Wir spielten also Wien-Touristen! Dafür parkten wir in der Nähe der Oper und spazierten die Kärntner Straße entlang bis zum Stephansdom. Gemütlich und fotografierend gingen wir über Brandstätte, Tuchlauben und den Graben wieder zurück zum Stephansplatz.

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Hier waren gerade Aktivisten von „Anonymous for the Voiceless“   mit ihren Bildschirmen und Info-Broschüren tätig und klärten die Passanten über die grausamen Missstände in der Nutztierhaltung auf. Ich konnte so manch tränennasses Auge erkennen und hoffe, dass immer mehr Menschen zum Nach- und Umdenken angeregt werden…

Shelby war ihrerseits von den Bildschirmen fasziniert und ich froh darüber, dass sie offensichtlich auch vor Masken keine Angst hat.

 

Insgesamt waren wir nun aber schon eine ganze Stunde im städtischen Tourismustrubel und es wurde Zeit, diese Übung in positiver Stimmung zu beenden. Wir spazierten also wieder über die Kärntnerstraße in Richtung Oper und zu unserem Auto. Kaum auf ihrer Decke, rollte sie sich zusammen und verschlief die Heimfahrt.

 

Fortsetzung folgt…

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