Nur ein Wochenende und doch ein kleiner Urlaub

Nur ein Wochenende und doch ein kleiner Urlaub

Wenn ein Feiertag zu einem verlängerten Wochenende führt, können wir halt einfach nicht widerstehen! Als wir die Freude am Campen entdeckten, dachte ich noch, dass es sich dabei um ein Schönwetter-Hobby handeln würde. Wintercampen? Niemals! Aber: Sag niemals nie!

Inzwischen zieht es uns fast das ganze Jahr über immer wieder mit unserem Campingbus hinaus in die Natur oder wir machen einen kleinen Städte-Ausflug.

Diesmal war es Salzburg. Anfang November, strahlender Sonnenschein und Temperaturen wie im Spätsommer. Während wir über die Autobahn fuhren, dachte ich an unsere Freunde aus Norddeutschland, die wohl zur Zeit auf der Heimreise aus dem Süden sein mussten. Ich fragte nach und erfuhr, dass sie tatsächlich grade auf dem Weg waren und über Salzburg fahren wollten…

Wir waren früh genug am ausgewählten Stellplatz, um eine Parzelle für uns zu bekommen und eine zweite für unsere Freunde zu reservieren. Zu bestimmten Zeiten ist es hier ziemlich voll.

Gut Aiderbichl stand schon lange auf unserer Freizeit-Liste. Nachdem alle Formalitäten am Stellplatz erledigt waren, fuhren wir auch schon wieder los.

Das Tierparadies ist für uns immer ein ganz besonders erholsamer Platz. Es ist schon unglaublich, wie entspannt die Tiere hier wirken und sogar die Menschen scheinen hier ein bisschen gelassener zu sein als sonst wo.

Besonders angetan haben es mir die Esel, die an manchen Tagen auch frei auf dem Gelände herumlaufen dürfen. Oft konnten wir schon beobachten, wie frech diese schlauen Tiere sein können und ihren Pflegern kleine Streiche spielen.

Die verschiedenen Schweine wiederum liegen meistens genüsslich in der Sonne oder auf einem Stroh-Haufen – manchmal auch irgendwo mitten im Weg – und schnarchen friedlich vor sich hin.

Am großen Heu-Buffet trifft man dann die ganze Tiergesellschaft schmatzend vereint. Es ist einfach paradiesisch!

Die große Halle, die Restaurant und Shop zugleich ist, wurde vor einiger Zeit sehr schön neu gestaltet und auch die Küche hat sich sehr verbessert.

Wir kauften ein paar Geschenke, genossen das Essen, streichelten Tiere, ließen die Sonnenstrahlen auf unseren Gesichtern tanzen und waren rundum glücklich.

Den Abend verbrachten wir dann mit unseren Freunden und ihren Hunden bei einem kleinen Spaziergang und anschließend im indischen Restaurant Guru , einem sehr geschmackvoll eingerichteten Lokal mit hervorragendem Essen und nettem Personal.

Voller positiver Eindrücke ließen wir den Tag bei einer Flasche Rotwein im Wohnmobil unserer Freunde ausklingen und fanden einmal mehr, dass diese Art zu reisen für uns perfekt ist.

Der nächste Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück und dem Abschied unserer Freunde, die weiter in den Norden zogen.

Wir wünschten ihnen eine gute Reise, nahmen den Autobus in die Salzburger Innenstadt und ließen uns durch die Gassen treiben… dachten an der Pferdeschwemme an die Leiden der heutigen Fiakerpferde in den Großstädten, lauschten andächtig dem Glockenläuten der vielen Kirchen zur Mittagsstunde, tranken Kaffee in einem kleinen Innenhof und wanderten, nachdem wir vom großen Trubel genug hatten, über die Imbergstiege auf den Kapuzinerberg. Der Stadt Salzburg sei Dank für das dortige Radfahr-Verbot! So konnten wir wirklich sehr entspannt durch den Wald spazieren und kehrten im Franziskischlössl auf ein Bier ein. Dieses besonders hundefreundliche Lokal hat mir schon vor dreißig Jahren gut gefallen. Die untergehende Sonne tauchte die Umgebung in goldenes Licht ein. Es waren fast magische Momente und dann auch schon wieder Zeit zu gehen. In der Franziskanerkirche konnten wir noch den Klängen der Orgel lauschen. Einfach faszinierend…
Wir zündeten eine Kerze an, sagten DANKE für diese wunderschöne Zeit, dachten an all unsere Lieben, die uns vorausgegangen sind in eine andere Welt…
Wir hatten dieses Allerheiligen-Wochenende gesund im Sonnenschein verbracht – wahrlich ein Grund dankbar zu sein!

Auch die folgende Nacht schliefen wir bestens und ich bin immer wieder überrascht, wie warm es in unserem Camper eigentlich ist und dass auch niedrige Temperaturen kein Hindernis sind. Stunden voller Glück und Freude, gemütliches Frühstück, Spaziergänge, nette Begegnungen mit Tieren und Menschen….

Wie heißt es so schön: „Mein Wohnmobil ist mein Schloss. Die ganze Welt ist mein Garten.“

Dieses Wochenende war einmal mehr „nur ein Wochenende, aber doch auch ein kleiner Urlaub“.

 

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