Ein Wochenende im Ökoferiendorf Lungau

Ein Wochenende im Ökoferiendorf Lungau

Piccolina, von uns auch liebevoll „Kraxlmaxl“, „Bergfex“ oder „steirischer Berghund“ genannt, erkrankte heuer sehr schwer. Einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, die sie recht schnell und gut überstanden hatte, folgte eine schwere Leberentzündung. Siebzehn Infusionen und viele Medikamente waren die Folge, viel Hoffen und Bangen, viele schlaflose Nächte…

Umso mehr freuen wir uns jetzt darüber, dass wir mit Piccolina wieder unterwegs sein können.

Unser Mini-Wohnmobil liebt sie noch immer. Auch wenn sie geschwächt und langsamer ist als früher – sobald der Bus gepackt wird, sitzt sie schon drinnen oder bewacht aus passender Entfernung das Geschehen, um nur ja nicht vergessen zu werden… Wir haben sie natürlich noch nie vergessen!

Da unsere kleine Maus aufgrund ihrer Erkrankung sehr bewegungseingeschränkt ist, müssen wir mit ihr oft und langsam gehen, damit sie Muskeln und Kondition wieder aufbauen kann.

Weite Strecken sind im Moment nicht möglich, aber sie liebt es, irgendwo im Grünen zu liegen und in die Gegend zu schauen, zwischendurch kleine Runden zu gehen und dann wieder auszuruhen.

Da fiel mir das Ökoferiendorf Lungau https://www.feriendorf-lungau.at/ wieder ein, von dem ich schon mal gehört hatte, dass es dort auch einen Badeteich für Hunde geben sollte. Also fuhren wir los! Ich erkundigte mich zuvor noch, ob das Angebot, dass Wohnmobil-Reisende nach Konsumation im Gasthaus auf dem Parkplatz übernachten dürfen, noch steht und reservierte uns einen Tisch für das Abendessen. Der Betreiber dieser Feriendorfanlage ist auch der Erfinder der „Rösti-Rolle“ – ein Halbfertigprodukt für die schnelle Küche. Präsentiert wurde es u.a. bei der Veganmania im Mai 2017 in Wien. Da lernten wir Herrn Schwaighofer auch kennen und durften die diversen Röstirollen verkosten.

Schon die Fahrt über Judenburg nach Maria Pfarr war entspannend. So viel Grün auf allen Seiten und die wunderschöne Mur, die zu dieser Zeit ziemlich viel Wasser führte.

Wir erreichten das Feriendorf am frühen Nachmittag und wurden von der Rezeptionistin Bianca so herzlich empfangen, dass ich das Gefühl hatte, eine lange nicht gesehene Freundin wieder zu treffen!

Das Abendessen sollte es um 18 Uhr geben. Also nützten wir die Zeit und machten einen Spaziergang durch den liebevoll gestalteten Ort Maria Pfarr. Normal aktive Menschen und Hunde können die rd 2 Km natürlich zu Fuß gehen. Wir fuhren zum Parkplatz am Rande des Zentrums, weil Piccolina dieser Weg zu weit gewesen wäre. Den langsamen Spaziergang durch den Ort schaffte sie recht gut und eine kleine mit bäuerlichen Dekorationsmotiven gestaltete Grünfläche mit Sitzbank nützten wir für eine Pause.

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Nachdem wir unsere Ortsbesichtigung abgeschlossen und am Joseph-Mohr-Platz den Liedertext zu „Stille Nacht, heilige Nacht“ http://www.stillenacht.at/de/liedentstehung.asp  andächtig gelesen hatten, suchten wir nach einem gemütlichen Platz für ein Picknick und fanden den Outdoorpark Lungau. http://outdoorparc.com/ . Mit Blick auf den Teich parkten wir unseren Bus und ließen die Landschaft auf uns wirken. Wie oft hatten wir uns früher gewünscht, mit unseren Hunden irgendwo einfach nur sitzen zu können. Nun, sie mussten dafür doch fast 12 und 13 Jahre alt werden, wobei Timo immer noch „Pfeffer im Hintern“ hat und nur bedingt still sitzen kann. Nachdem Piccolina gut ausgeruht war, wagten wir wieder einen Spaziergang und siehe da: sie schaffte den Weg rund um den Teich!
Danach war es Zeit, zum Feriendorf zurück zu fahren.

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Der Chef persönlich war grade zur Stelle, begrüßte uns mit kräftigem Handschlag und stellte uns Ossi und Fanny, die beiden Ponys und den „Schokoladinger“ vor. Letzterer ist ein Alpaka-Bub mit frechen Augen. Zwei Ziegen beäugten uns neugierig aus dem Nebengehege.

Sofort trabte auch der weiße Hofhund Medini, genannt „Zangerl“, an. Ein 13jähriger Rüde, der von der Familie Schwaighofer als junger Hund aus Kroatien adoptiert wurde. Timo  und er verbündeten sich rasch und tobten über die große Wiese und rund um den Badeteich. Die Hennen, die mit ihrem Hahn ein Gehege mit drei Hängebauchschweinen teilen, wurden kurz aufgescheucht, aber die beiden Hunde drehten schnell wieder ab, als der Hahn seinen Hals in die Luft reckte… Piccolina taute richtig auf und lief immer wieder hinter Timo und Zangerl her.

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Wir erfuhren, dass der ganze Öko-Betrieb als Familienunternehmen geführt wird. Werner Schwaighofer ist Handwerker aus Leidenschaft und baut nach Möglichkeit alles selbst – mit viel Liebe zum Detail, das man überall erkennen kann. Seine Frau Elisabeth ist für den Garten und die geschmackvollen Dekorationen zuständig. An der Rezeption wird man von Bianca herzlich begrüßt und in der Küche regiert Roswitha. Zum Abendessen bekamen wir natürlich eine Röstirollen-Variation mit Preiselbeeren und Salatteller.

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Gekocht wird in erster Linie für die Feriendorfgäste, aber gegen Voranmeldung kann man auch als Tagesgast einkehren.

Wohnmobil-Reisende dürfen gegen Einkehr und Konsumation auf dem Parkplatz übernachten – auch hier ist eine Anmeldung wegen des Essens hilfreich. Wer mag, kann sogar ein veganes Frühstück für den nächsten Tag bestellen.
Die Ferienwohnungen sind mit und ohne Verpflegung buchbar.

Für uns war es hier wie im Paradies. Die vielen verschiedenen Abschnitte des großen Gartens wirken von jeder Blickrichtung irgendwie anders, so dass alles noch viel größer und weitläufiger erscheint. Piccolina spazierte langsam dahin, schnupperte mal hier und mal da, während Timo sich richtig austoben konnte. Ich konnte mich an den vielen Dekorationen aus Wurzeln, Steinen und Pflanzen kaum satt sehen. Mein Mann unterhielt sich mit dem Hausherrn über diverse Holzarbeiten und Baumarten.

So erfuhren wir auch, dass früher auf jedem Hof eine Balsampappel stand. Aus deren Blättern und Knospen machten die Bäuerinnen Heilsalben oder man legte die Blätter zur Wundheilung auf die betroffenen Stellen auf. Hier findet man noch solche Balasampappeln – sie stehen direkt am Bach, der das Grundstück begrenzt, davor eine kleine Sitzbank und auf einem Ast hängt eine Art Schaukel, in die man sich „verkriechen“ und die Seele baumeln lassen kann.

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Ein Bach begrenzt das Grundstück – hier kann man auch Pfoten und Füße kühlen. Dahinter verlaufen die Schienen der „Murtaldampflok“, die für Touristen durch´s Tal fährt.

Uns hat die Zeit im Feriendorf Lungau sehr gut gefallen. Wohl nicht zuletzt, weil hier Hunde herzlich willkommen sind und man darauf hinweist, dass Tiere „kein Spielzeug“ sind!

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